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Aus in der 37. Kampfrunde
Hoffnung auf Großkämpfertitel des Karmothverbandes zerschlagen
Lange und intensiv hatte sich Wladili Akademow auf den Kampf vorbereitet, der ihm den Großkämpfertitel des Karmothverbandes sichern sollte und ihm gemeinsam mit seinem Bruder Vitamir, der unbezwungen Meisterschlächter der Shruufvereinigung ist, unerreichten Ruhm in der Sultansdisziplin des bewaffneten, blutigen und gnadenlosen Vollkontaktmords, dem Kampf mit dem zweihändig geführten Barbarenschlachtbeil, bescheren.
Zu diesem Zweck holte er sich auch den sagenumwobenen Meister Em’ Anuel, der schon den blutigen Haruggath in der Technik des gezielten Von-oben-rechts-nach-unten-links geschult hatte in seine Ausbildergruppe.
Schlecht standen die Quoten der niederhöllischen Feilscher für einen Sieg des kleineren Kampfdämonen Braumeister, der den Chronisten Amazeroth folgendes in das Buch der Lügen diktierte:
„Ich werde diesen Paktierer umbringen und wenn es mich umbringt. er wird mich schon umbringen müssen, um mich daran zu hindern ihn umzubringen.“
Immerhin Entschlossenheit und ein nicht sehr umfangreicher Wortschatz mussten dem tapferen Belhalharsgeschöpf schon attestiert werden, welches an jenem schicksalhaften Abend in der Mandalahafenhalle an der Grenze zu Charyptoroths düsterem Reich alles geben und alles gewinnen wollte.
Halogenoth, jene treffende Parodie der abscheulichen drittsphärischen Sonnenscheibe, die in unregelmäßigen Abständen in Blakharaz Auftrag die Domänen erhellt und die Schwachen in grausamen Licht blendet, versank aus dramaturgischen Gründen in den nachtblauen Tiefen, von denen herrlicher Geruch von verfaultem Tang und Fisch herüberwehte, als der Kampf vor aufgepeitschten und im Falle der Belkelelabteilung auch ausgepeitschten Zuschauern mit der Rituellen Opferung des Ringrichters begann.
Die erste Kampfrunde war schon vorbei, als wieder Ruhe einkehrte und die Menge sich sammelte, denn es gilt die schöne alte Tradition, dass derjenige, den das größte Stück des geopferten trifft, beim nächsten Kampf dessen Rolle einzunehmen hat. Entsprechende teuer sind auch die vermeintlich sicheren hinteren Plätze, während wir Zeugen des Todes hinter unserer Kristallkuppel recht unbeeindruckt beobachten konnten, wie Braumeister einem Haarscharfgeführten geraden Abwärtshieb behände auswich. Wie bereits vorab vermutet beherrschte Wladili den Kampf von Anfang an und brachte Braumeister immer wieder in arge Bedrängnis. Seinen stärksten Moment hatte er in der 13. Kampfrunde, als er seinem Gegner mit einem gewaltigen Schwinger das rechte Bein abhieb. Braumeister gab dennoch nicht auf und hickelte stur weiter im Ring umher. Akademow, offensichtlich in seiner Ehre gekränkt verlagerte sich darauf das Barbarenschlachtbeil einhändig zu führen und den angeschlagenen Dämon nach Art der novadischen Streitanbahner immer wieder mit der waffenlosen Hand zu stoßen, was ihn ungemein Kraft kostete, Braumeister jedoch nicht zu Fall brachte.
Wladili wurde immer schwächer und konnte nur noch selten Treffer landen, während Braumeister immer mehr an Sicherheit gewann.
Es überraschte dann nicht einmal den besorgt blickenden Vitamir, als in der 37. Runde seines Bruders Kopf mit einem satten „klitsch“ zu Boden viel und ein technisches K.u. (Abkürzung des Fachterminus „Kopf unten“) den Kampf beendete nachdem es dem Enthaupteten nicht gelang sich wieder herzurichten bis der Gegner bedächtig bis zehn gezählt hatte.
Hämische Worte und enttäusche Mienen beherrschten die Szenen nach dem Kampf und Vitamir arbeitet schon an einer Legende, die die Ehre seines Bruders retten soll. Etwas habe mit seinem Blut nicht gestimmt. Und da hat er wohl Recht – es ist eindeutig zuviel davon geflossen.
In der Hoffnung, es gilt auch hier der weise Satz, den ich immer wieder gerne ausspreche: „Alles wird gut“
Ihre
Ni Guaren
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