Niederhöllischer Bote
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Berühmte Schlachten der aventurischen Geschichte

Heute : Fran Horas und seine bosparanischen Jungs gegen Graf Hlûtar und seine Entsatzmannschaft auch bekannt als - Die Erste Dämonenschlacht !



„Wir begrüßen Sie hier an einem sonnigen Tag vor den Toren Gareths, wo auch schon beide Mannschaften am Rande des Schlachtfeldes Aufstellung bezogen haben. Es sah zwar eine Zeitlang so aus, als würden es die Männer des Grafen nicht rechtzeitig zur Schlacht schaffen, aber glücklicherweise hat es ja nun doch geklappt.
Die Horasjungs wirken sehr entspannt und sind sich wohl ihrer Favoritenrolle in dieser Schlacht durchaus bewusst. Diese Kerle spielen schon lange zusammen und sind bestens trainiert, während die Mannschaft des Grafen quasi erst auf dem Weg hierher aufgestellt worden ist und somit fast keine Schlachterfahrung als Team hat. Obwohl man natürlich sagen muß, dass auf der Seite des Grafen ein paar Spitzenkämpfer sind, allen voran natürlich der Graf selbst, der als Träger des legendären Siebenstreichs einige knifflige Spielzüge in Petto haben sollte. Nicht unerwähnt bleiben sollten auch so klangvolle Namen wie Axtwerfer-Alrik, ein hervorragender Stürmer mit echten Geberqualitäten. Sein berühmter Barbarendoppler – zwei gleichzeitig geworfene Barbarenstreitäxte – sollte in der Lage sein unter den Feinden verheerende Verluste anzurichten. Auch sein Spannmann Ochsen-Olef, der immer den Wagen mit den Ersatzäxten zieht wird mit seinem berüchtigten Rückwärtseinparken wohl wieder einige feindliche Schienbeine zertrümmern.
Sehr schade ist, dass der beim Publikum äußerst beliebte Einbein-Angor heute verletzungsbedingt aussetzen muß. Eine schlimme Blase am dicken Zeh macht seinen Einsatz hier unmöglich. Und das wo der gebürtige Garether hier echte Stimmungspunkte hätte holen können.
Aber all diese Leute sind halt doch eher Einzelkämpfer und haben kaum Erfahrungen in Dingen wie der 4er-Abwehrkette, dem spitzen Keil und dem gefürchteten Abseits, in dem man sich unversehens befinden kann, wenn man ganz alleine in der gegnerischen Hälfte ist.
Ein Fehler, der den Horasjungs kaum passieren dürfte. Seit Jahren ein Team, haben diese Recken schon an allen Fronten Schlachten geschlagen und gewonnen. Unvergessen auch das erste Zusammentreffen der Bosparaner und Garether, das die Gäste nach einem langen zermürbenden Spiel für sich entscheiden konnten. Diese Niederlage hat die Heimmannschaft natürlich noch nicht vergessen und ich sehe einige Leute, die ganz wild darauf scheinen, heute den Spieß umzudrehen. Seltsamerweise stehen diese Leute fast alle auf den Mauern der Stadt und gehören wohl nicht zur garethischen Mannschaft.
Anscheinend nun doch zur garethischen Mannschaft gehört allerdings Einbein-Angor, der allerdings seinen Namen in Keinbein-Angor hat ändern lassen. Um nämlich doch noch an der Schlacht teilnehmen zu können, hat dieser Lokalpatriot sein verletztes Bein einfach amputieren lassen. Was für eine Einsatzfreudigkeit. Und darüber hinaus eine Nachricht, die in den horasischen Reihen gar nicht gut aufgenommen wird. Verständlich, war doch Einbein-Angor dafür bekannt, seinen Gegnern die Nase ab zu beißen. Aufgrund seiner veränderten Größe macht man sich wohl begründete Sorgen wegen dieser Beißfreudigkeit.
Jetzt sieht es langsam so aus, als würde es losgehen. Beide Mannschaftskapitäne lassen ihren Stab antreten und veranstalten eine letzte Lagebesprechung, bevor es ernst wird.
Es liegt an Fran, die Schlacht zu eröffnen, da seine Soldaten einen höheren Weißanteil an den Uniformen haben, er schätzt die Lage ab, zögert einen Moment und gibt das Zeichen.
Die Schlacht ist eröffnet !
Sofort stürmt die Mannschaft des Grafen los, während die Gäste langsam und formiert vorrücken.
Die Bogenschützen schiessen ... und ... TOD TOD TOOOOD !!! Vielfacher Tod auf beiden Seiten, als sowohl die Schützen der Garether als auch Frans Jungs über ihre eigene Mannschaft hinweg in die gegnerischen Reihen feuern, obwohl es so aussieht, als wären hier die Gäste ein wenig besser weg gekommen.
Jetzt prallen die Mannschaften aufeinander und man sieht nun eindeutig den größeren Siegeswilen auf den Seiten der Stadt-Verteidiger, die wild um sich schlagend Gegner um Gegner niederstrecken. Am rechten Schlachtfeldrand richtet Keinbein-Angor ein wahres Blutbad unter den vollkommen überraschten Feinden an, weil sie aufgrund fehlender Informationen ihre Schilde viel zu hoch halten. Das ist schmerzlich, das sind Fehler, die man sich in einer solch wichtigen Schlacht einfach nicht leisten darf.
Dennoch kommt der Vormarsch der Grafenmannschaft nun langsam ins Stocken, als sich die Gäste vom ersten Schreck erholen und sich auf ihre Professionalität besinnen. Mit einer fließenden Bewegung rammen hunderte von Spielern gleichzeitig ihre Schilde nach vorne und schubsen das garethische Heer auf diese Weise einfach einen halben Schritt zurück. Der gekonnte Einsatz der Hellebarden kostet nun fast die ganze erste Reihe das Leben. Doch damit nicht genug. An der linken Flanke kommt nun die Kavallerie zum Einsatz, die das klassische Sturmangriffmanöver zeigt. Das ist hart für die Männer des Grafen. Vor wenigen Momenten war der Sieg noch zum Greifen nahe und jetzt sieht doch wieder alles nach einem knappen Sieg für Fran aus.
Doch was ist das ? Es kommt Bewegung ins Publikum. Kann es denn ... ja, man glaubt es kaum. Die Garether strömen in Scharen aus den Toren um ihrer Mannschaft zu Hilfe zu eilen. Fran Horas wirkt nun sichtlich irritiert und schaut ziemlich nervös ins Regelbuch. Die Mühe kann er sich eigentlich sparen, Übergriffe der Zivilbevölkerung sind ein selten genutzter aber absolut regelkonformer Teil ein jeder Schlacht. Auch wenn Zivilbevölkerung im Allgemeinen eher für Dinge wie „menschliches Schild“ oder „Schwertfutter“ herhalten muß, so könnten die ja schon erprobten Schlachtenbummler hier tatsächlich die Wende bringen. Immerhin verschaffen sie dem arg in Bedrängnis geratenen Axtwerfer-Alrik etwas Platz, der aufgrund mangelnder Munition nun anfängt, mit Feinden zu werfen. Welch ein Improvisationstalent.
Aber was macht der Fran denn da, der liest ja immer noch in seinem Regelbuch. Da muß er doch eingreifen, seine rechte Flanke ist inzwischen total ungedeckt und das weiß er auch.
Einen Moment, ich höre gerade Zhayad. Wie es scheint, liest Fran Horas gar nicht im Regelbuch, sondern in einem Werk zur Dämonenbeschwörung. Ja jetzt ist es offiziell. Fran Horas versucht Dämonen aus der siebten Sphäre direkt aufs Schlachtfeld zu beschwören. Ein äußerst riskanter Spielzug, der gut überlegt sein will. Aber Fran ist ein erfahrener Heerführer und scheint die Situation unter Kontrolle zu haben. Er hebt zur finalen Intonation an und ... JA ... Er beschwört ! Jetzt heisst es Ruhe bewahren und die Dämonen auch beherrschen.
Man sieht ihm die Willenskraft förmlich an. Ein einzelner Schweißtropfen rinnt seine Stirn hinab und OH NEIN ! Genau ins Auge ! Damit ist es vorbei, seine Konzentration ist gestört und sofort rasen die Dämonen unkontrolliert über das Schlachtfeld und foulen beide Mannschaften auf mannigfaltige und äußerst brutale Art und Weise. Beide Mannschaften müssen nun schwerste Verluste hinnehmen und an ein normales Spiel ist kaum noch zu denken. Das sind wirklich keine schönen Szenen.
Man mag es kaum glauben, aber einige Dämonen scheinen sich nun sogar dem Kommentatorenpult zu nähern und...“
Aufgrund ungeklärter Umstände endet der Text hier. Wir informieren Sie, sobald wir Näheres wissen.


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