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Skandal! Chefredakteur zur Arbeit gezwungen!
Unglaubliche Dinge ereignen sich. Nachdem sich der verantwortliche Chefredakteur des Niederhöllischen Boten schon mit den gesamten Einnahmen der vergangenen Äonen in den Norden abgesetzt hatte und sich dort von feschen Yetidamen mit kühlen Getränken versorgen ließ, haben jüngste Ereignisse ihn gezwungen, an den Arbeitsplatz zurückzukehren.
Denn dieses unscheinbare kleine Informationsmagazin, wurde von hinterhältigen Elementen in die Öffentlichkeit gezerrt und dort schändlicherweise hoch gelobt und letzten Endes sogar „ausgezeichnet“. Was sich auf den ersten Blick gar nicht so furchtbar anhört, offenbart dennoch die ganze Niedertracht der sogenannten rechtschaffenen und atmenden Bewohner der dritten Sphäre.
Den als Untergrundblatt geplanten Niederhöllischen Boten, der zur Verbreitung subversivster Propaganda genutzt wurde, ist nun gezwungen, den Geschmack eines breiten Publikums spaßgieriger Drittsphärer zu befriedigen.
Der eiligst herbeibeschwörte Chefredakteur hat nach kurzem Blick auf die Situation und die von einem unabhängigen Institut veröffentlichten und massiv gesteigerten Umfragewerte des Boten die Konsequenzen und Leine gezogen und musste mit einem aufwendigen Ritual wieder eingefangen werden. An dieser Stelle möchten wir uns für die zu diesem Zweck gespendeten Jungfrauen bedanken.
Der Zwangsrekrutierte hat sich zeternd und kreischend mit seinem Schicksal abgefunden und nach einem eigens ins Leben gerufenen Motivationsseminar leicht lädiert die Arbeit aufgenommen.
Als ersten Schritt hat er frei nach dem Motto „Geteiltes Leid erhöht die Schadenfreude.“ einen jungen Praiosgeweihten frisch von der Novizenschule wegentführt und in ein tiefes Loch geworfen. Nach dem Sinn dieser Aktion gefragt, war lediglich ein wahnsinniges Kichern als Antwort zu erhalten, was ganz klar ein Grund zur Hoffnung ist. Hoffnung, dass es trotz der peinlichen Popularität des Boten noch zu einem schlimmen Ende kommen könnte. Hoffnung, dass diese Krise keine Ordnung in den Niederhöllen, sondern vielmehr Chaos in der dritten Sphäre verursacht und natürlich Hoffnung auf Qualen. Große, unendliche Qualen. Und sei es nur für diesen einen kleinen Praioten irgendwo in einem finsteren Loch im Büro des Chefredakteurs, gleich neben dem Abort.
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