Niederhöllischer Bote
"Was Du Heute tust verzehren, kann morgen keine Kinder nähren." (aus "Asfaloths kliener Erntehelfer")
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Der Untote im Wald


"Der Untote im Wald" ist eine eigentlich kleine Episode aus unserem wochenendlichen Rollenspielabend.


Es treten auf :

Balin der Zauberer; Scharlatan der 5. Stufe und Illusionist erster Güte

Legulan der Messerwerfer; Gaukler/Streuner der 5. Stufe, in der gleichen Gauklertruppe wie Balin, sehr abergläubisch

Forgos; Druide der 5. Stufe, hat die anderen beiden erst im Wald getroffen und nervt sie durch seine Anwesenheit und die Fragen, die er stellt. Das einzige, was die anderen beiden daran hindert, ihm eine Lektion zu erteilen, ist die Waldlöwin, die ihn aus unbekanntem Grund begleitet.

Ein Untoter; Zombie der ? Stufe, langsam aber zielstrebig

Vorgeschichte :

Balin und Legulan haben mit ihrer Gauklertruppe in der Nähe eines verwunschenen Waldes gelagert. Am Abend hat die alte Dame die Legende des Waldes erzählt (Böser Zauberer, mißlungenes Ritual, seitdem jede Menge seltsamer Wesen im Wald, niemand, der ihn betritt, verlässt ihn auch wieder...).
Des nachts weckt die Schlangenbeschwörerin das Lager mit Geschrei, weil ihre drei Kinder verschwunden sind.
Schnell ist man sich einig, das sie wohl in den Wald gelaufen sein müssen, und das Balin und Legulan sie wiederholen sollen *fg*.

Wir steigen am zweiten Tag im Wald ein. Balin und Legulan waren eine Zeitlang getrennt, haben sich aber inzwischen wiedergefunden, wobei Legulan den Druiden aufgegabelt hat, bzw. von ihm aufgegabelt wurde...

Es ist später Abend, die drei Gefährten sind müde, hungrig und - sowohl durch die Anwesenheit des Druiden, der sich innerhalb von fünf Minuten als Hexer und Jäger ausgegeben hat, als auch durch die Unnatürlichkeit des Waldes - ziemlich genervt.
Man beschliesst, auf einer friedlich wirkenden Lichtung, die grasbedeckt ist, und in deren Mitte ein altes verrostetes Schwert im Boden steckt, das Nachtlager aufzuschlagen. Legulan fängt an, trockenes Holz zu sammeln, während Balin neugierig und gespannt das Schwert aus dem Boden zieht. Interessanterweise passiert genau in diesem Moment - nichts. Es scheint sich wirklich nur um ein altes Schwert zu handeln.
Nach einem Stöckchenreib-Marathon von zwei Stunden ist dann tatsächlich ein prasselndes Feuer entzündet und die Gruppe fängt langsam an, sich zu entspannen.
Der Druide lässt sich sogar dazu herab, seinen Proviant mit den anderen beiden zu teilen und so sitzen alle drei schmatzend und kauend um das Feuer, als dieses auf einmal zu zittern anfängt, sich langsam nach oben wölbt und schliesslich eine vermoderte Hand nach oben durchbricht, an der ein nicht minder vermoderter Arm hängt. Balin (Scharlatan) und Forgos (Druide) springen vor Schreck auf und weichen einige Schritte zurück. Nur Legulan (ratet mal *g*) bleibt mit offenem Mund starr vor Schreck sitzen und kann sich auch nicht bewegen, als ein zweiter Arm dem ersten folgt, schliesslich ein ganzer Untoter brennend mitten aus dem Feuer steigt und dieser sich natürlich auch gleich Legulan als Ziel aussucht.
Nun endlich schafft es Balin, seinen ganzen Mut zusammenzuraffen und rennt zu Legulan um ihn vom Untoten wegzureissen. Beide purzeln ein wenig rum und der Messerwerfer erwacht aus seiner Starre.
Balin rappelt sich auf, schaut sich um und erblickt - das Schwert. Beherzt greift er es sich, schwingt es in hohem Bogen und wirft es aus sicherer Entfernung auf den Untoten, welcher davon tatsächlich in den Oberkörper getroffen wird. Nun bleibt der Zombie tatsächlich kurz stehen, sieht an sich hinab und ziet sich das Schwert aus dem Bauch um es fortan als Waffe zu benutzen (*fg*). Balin ist von diesem Anblick so geschockt, das er bis zum Rande der Lichtung flieht, und dort einen HARMLOSE GESTALT auf sich zaubert. Der Druide hat sich inzwischen eine Handvoll Dreck geschnappt, und schmeisst ihn auf den Störenfried. Allerdings ohne nennenswerten Erfolg (ZORN DER ELEMENTE mißlungen). Auch die Versuche, die Waldlöwin zum eingreifen zu bewegen erweisen sich als äußerst fruchtlos...
erneut bückt sich Forgos, sammelt weiteren Dreck, konzentriert sich, wirft ihn wieder auf den Untoten und .... eine wahre Drecklawine prasselt auf die wandelnde Leiche hernieder und wirft diesen fast zu Boden. Über solch eine Behandlung rechtschaffen erbost, dreht sich der Dreckige nun zu dem Druiden um, der dies zum Anlass nimmt, viele kleine Steinchen zu sammeln.
Legulan, der zwischendurch versuchweise ein Messer an der Leiche vorbeigeworfen hat (*gg*), nimmt nun aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahr. Er schaut sich um und sieht zu seinem Schrecken am Rande der Lichtung, genau dort wohin Balin geflohen war, einen weiteren Untoten. Im festen Glauben, das dieser seinem Freund ein Leid angetan hat, nimmt er ein weiteres Messer aus seinem Gurt und trifft dieses Mal den Untoten am Kopf, woraufhin dieser bewußtlos zu Boden sinkt.
Auf der anderen Seite der Lichtung hat Forgos inzwischen genug Steinchen gesammelt, konzentriert sich erneut und wirft dieses Mal seinem Verfolger einen Schauer spitzer Steine entgegen, der auch die letzen Reste Kleidung vom Untoten reisst und auch vor vergammeltem Fleisch nicht halt macht. Das Monster schwankt, fällt auf die Knie und sackt dann endgültig zu Boden. Legulan und Forgos atmen erleichtert auf und während Legulan seine Messer und seinen Freund sucht, versucht der Druide, seine Begleiterin zu beruhigen.
Doch unvermittelt kommt wieder Bewegung in der niedergestreckten Leichnam. Er kämpft sich auf die Füße, greift nach seinem Schwert und trachtet erneut danach, die Entfernugn zwischen sich und dem Druiden zu verringern. Legulan, entsetzt ob solcher Hartnäckigkeit ist sich inzwischen sicher, das er allein Schuld an all dem Übel hat. Hat er doch mit seinem Feuer dieses Unwesen beschworen. Durch das Velangen, den angerichteten Schaden wiedergutzumachen, getrieben hetzt er zum Lagerfeuer und löscht es mit umliegendem Dreck und allem was ihm sonst noch einfällt. Die Tatsache, das er nach löschung des Feuers vorrübergehend blind ist und nur ab und zu das Stöhnen der wandelnden Toten hört, ist für seinen momentanen Geisteszustand nicht gerade förderlich...
Der Druide seinerseits hat sich in der Zeit einen langen stabilen Ast gesucht und prügelt auf den Untoten ein, welcher dies zum Anlass nimmt, auch ein- zweimal zurückzuschlagen. Die Worte seines Lehrmeisters in den Ohren ("Halt Dich von Untoten fern, die übertragen die fürchterlichsten Krankheiten") verdoppelt Forgos seine Anstrenungen, ist aber aufgrund des massiven ASP-Verlustes vor wenigen Minuten, ist er doch zu geschwächt, um einen echten Vorteil zu erlangen. Doch nun hat es Legulan endlich geschafft, seine Sehschwäche ansatzweise und seine Angst teilweise zu überwinden und stürzt sich seinerseits mit einem Knüppel bewaffnet auf den Störenfried. Jetzt haben die beiden fast leichtes Spiel mit der Leiche. Erneut geht sie zu Boden und der Messerwerfer will diesmal auf Nummer sicher gehen und schlägt noch eine Weile auf die widernatürliche Wesenheit ein.

Soweit bis hierhin. Das ganze hat uns etwa eineinhalb Stunden beschäftigt und war in vielerlei Hinsicht eine neue Erfahrung für uns, ist doch normalerweise mindestens eine Person in der Gruppe, die sich mit sowas auskennt. Eine ganze Gruppe mit einem einzigen Untoten so lange zu beschäftigen (zumal er im Moment zwar am Boden, aber noch nicht raus ist *fg*), ist wirklich schön, und macht wesentlich mehr Spass, als mit zwei Kriegern und drei Magiern zehn Zombies in fünfzehn Minuten den Gar aus zu machen.


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